Deutschland · Notfallkarten, die Sie in fünf Sekunden lesen
Was jetzt zuerst zu tun ist
Kurze Karten, die sich prüfen lassen, für die ersten Minuten eines Notfalls. Situation wählen, erste Zeile lesen, handeln. Die Seite läuft offline und in jeder Sprache, die sie anbietet.
Situation wählen
- NotrufnummernEine Nummer für die ganze EU, und was Sie sagen, wenn jemand abhebt.
- WiederbelebungEin Erwachsener atmet nicht normal. Fest und schnell drücken. Nicht aufhören.
- ErstickenKann nicht sprechen, husten oder atmen. Fünf Schläge, fünf Stöße, dann von vorn.
- HerzinfarktBrustschmerz, der nicht weggeht. Hinsetzen, anrufen, nicht selbst fahren.
- SchlaganfallHängender Mundwinkel, schwacher Arm, undeutliche Sprache. Uhrzeit merken und sofort anrufen.
- Starke BlutungBlut tränkt den Stoff, spritzt oder sammelt sich. Drücken, nicht loslassen.
- BewusstlosigkeitReagiert nicht, atmet aber. Auf die Seite legen, Atemwege frei halten, beobachten.
- VerbrennungenZwanzig Minuten unter fließendem Wasser kühlen. Sonst kommt nichts drauf.
- KnochenbrücheVerformt, geschwollen, nicht belastbar. Stützen, nicht geradebiegen.
- UnterkühlungZittern, undeutliche Sprache, Schläfrigkeit. Trocken, eingepackt, langsam von der Körpermitte aus wärmen.
- Hitzeerschöpfung und HitzschlagHeißer Tag, schwach und übel: kühlen und trinken. Heiß und verwirrt: sofort anrufen und stark kühlen.
- Bisse und SticheReinigen, kühlen, Gesicht und Atmung beobachten. Bei Schlangenbiss: stillhalten, nicht schneiden, nicht aussaugen.
- ErtrinkenReichen oder werfen, nicht selbst hinein. Aus dem Wasser, fünf Beatmungen, dann Wiederbelebung.
- StromunfallErst den Strom abschalten, dann die Person anfassen. Danach die Atmung prüfen.
- BrandschutzAlarmieren, raus, Tür zu, von draußen anrufen.
- FeuerlöscherDer richtige Löscher, auf die Glutbasis zielen, den Ausgang im Rücken.
- Gasaustritt und KohlenmonoxidGasgeruch: keine Schalter, keine Flamme, Fenster auf, raus. Kohlenmonoxid: gar kein Geruch.
- ChemieunfallRaus aus der Wolke, abspülen, Etikett aufheben.
- IndustrieunfallSirenen oder Werksalarm heißen: rein ins Gebäude, Luft abschotten, Radio einschalten.
- VerkehrsunfallErst den Verkehr warnen, dann die Verletzten versorgen. Helme bleiben auf, Verletzte bleiben liegen.
- HochwasserNach oben, nicht weg. Nie durch fließendes Wasser fahren oder gehen.
- Sturm und starker WindVor dem Eintreffen ins Haus, weg von Glas, weg von Bäumen. Bei Blitz: kein freies Feld, kein Baum.
- ErdbebenHinknien, schützen, festhalten. Danach mit Nachbeben rechnen, Gas prüfen, die Treppe nehmen.
- NaturkatastrophenDas Warnsignal kennen, einen Raum, einen Rucksack und einen Plan haben.
- Notfallausrüstung72 Stunden auf sich allein gestellt: Wasser, Essen, Licht, Strom, Papiere, Medikamente, Bargeld.
- EvakuierungDen gekennzeichneten Weg nehmen, Hilfebedürftigen helfen, am Sammelplatz alle zählen.
- ArbeitssicherheitGefährdungsbeurteilung, ausgebildete Ersthelfer und das Recht, gefährliche Arbeit zu stoppen.
- Bewaffneter KonfliktWarnung heißt Schutz unter der Erde. Weg von Fenstern, zwei Wände zwischen sich und draußen.
- Zivile UnruhenAbstand ist die ganze Strategie. Seitlich aus der Menge herausbewegen, auf den Beinen bleiben.
Nutzung auf eigenes Risiko. Nur zur Bildung und Information, kein Ersatz für einen Arzt. Prüfen Sie Nummern und Regeln für das Land, in dem Sie gerade sind. Sie ändern sich. Bevor Sie sich im Ernstfall auf diese Karten verlassen, gehen Sie sie mit medizinischem Fachpersonal oder einer Brandschutzfachkraft durch. Haftungsausschluss
Notrufnummern
Kostenlos von jedem Telefon und in jedem Netz, auch ohne Guthaben
- 112 Feuerwehr und Rettungsdienst, europaweit
- 110 Polizei in Deutschland
- 116 117 Ärztlicher Bereitschaftsdienst, wenn es nicht lebensbedrohlich ist
- 133 Polizei in Österreich
- 144 Rettung in Österreich
- 117 Polizei in der Schweiz
- 144 Sanität in der Schweiz
- 030 19240 Giftnotruf Berlin, weitere Zentren je nach Region
Die 112 erreicht in ganz Europa Feuerwehr und Rettungsdienst. Das klappt auch mit gesperrtem Handy und ohne Guthaben, und das Telefon nimmt jedes verfügbare Netz. In Deutschland braucht man dafür seit Juli 2009 eine funktionierende SIM-Karte, Notrufe ohne SIM-Karte sind gesperrt. Die Polizei in Deutschland erreichen Sie unter 110.
Rechtliche Lage
Arbeitsschutz und Erste Hilfe sind gesetzlich geregelt. Diese Vorschriften kommen am häufigsten zur Anwendung.
- Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)Der Arbeitgeber beurteilt die Gefährdungen und sorgt für Erste Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung.
- DGUV Vorschrift 1Grundsätze der Prävention, Ausbildung von Ersthelfern und Organisation der Ersten Hilfe im Betrieb.
- ASR A2.3Technische Regel zu Fluchtwegen, Notausgängen und dem Flucht- und Rettungsplan.
- Richtlinie 89/391/EWGEU-Rahmenrichtlinie für mehr Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit.
- Strafgesetzbuch: unterlassene HilfeleistungWer bei einem Unglücksfall nicht hilft, obwohl es zumutbar wäre, macht sich in Deutschland strafbar. Laien müssen nur helfen, wenn sie sich dabei nicht selbst gefährden. Der Notruf genügt in der Regel.